Die Fauna von Slowenien - Infos zu Braunbären, Wölfe und Steinböcke in Slowenien.

Fauna von Slowenien


Slowenien hat trotz seiner geringen Größe eine artenreiche Tierwelt. Dies liegt unter anderen an der regionalen Vielfalt. Von Mittelmeerküste bis zum Hochgebirge sind völlig verschiedene Landschaftsformen vorhanden.

In Slowenien leben mindestens 500 Braunbären, andere Quellen sprechen sogar von 600 bis 800 Exemplaren. Die genaue Zahl ist schwer zu bestimmen, da die Bären nicht sehr ortstreu sind und somit in mehreren Ländern abwechselnd leben. Als Urlauber oder Wanderer sieht man die großen Tiere sehr selten.

Ein Braunbär in Slowenien

Sie gelten als scheu. Übergriffe auf Menschen sind eher ungewöhnlich, sind aber schon vorgekommen. Braunbären können ein Gewicht von deutlich über 200 kg erreichen. Es gibt seit einigen Jahren auch in Slowenien Tendenzen die Jagd auf Bären wieder zu genehmigen. Besonders reiche Jagd-Touristen aus dem Ausland bieten viel Geld für die Bärenjagd. Es bleint zu hoffen, dass einige der großen Raubtiere Richtung Norden nach Österreich oder gar nach Deutschland wandern. In diesen beiden Ländern gibt es derzeit (2015) keine Braunbären.

Wie in Deutschland kommen auch in Slowenien wieder Wölfe vor. Sie waren in Slowenien nie ganz ausgestorben, die Bestände haben in den letzten Jahrzehnten aber deutlich zugenommen.

Zwei Wölfe in Slowenien

Auf dem ganzen Balkan gibt es etwa 6.000 Wölfe, von denen allerdings nur ein kleiner Teil ganz oder zeitweise in Slowenien lebt. Zum Vergleich: In Deutschland leben zur Zeit (Herbst 2015) etwa 40 Wolfsrudel oder 200 bis 300 Tiere. Einige Tiere wandern derzeit weiter Richtung Österreich, wo es kaum Wölfe gibt. Wölfe sind für die Fauna von Slowenien besonders wichtig, da sie vor allem krankes und schwaches Wild fressen.  Mehr Informationen zu Wölfe in Europa findet Sie auf diesem Link.

Andere größere Raubtiere sind Luchse und Dachse. Auch verschiedene Marderarten, ähnlich wie in Mitteleuropa, kommen vor. Selten sind in der Fauna Sloweniens Wildkatzen. Luchse versucht man mit großen Anstrengungen, ähnlich wie in Deutschland, wieder anzusiedeln. In den letzten Jahrzehnten vermehren sich die Tiere auch in Slowenien wieder.

Zwei Steinböcke in den Alpen

In den Alpen-Gebieten des Landes ist die Fauna von Slowenien reich an anderen großen Säugetieren. Steinböcke, Gemsen, Mufflons und andere leben in den höheren Regionen. Der Wildbestand der slowenischen Alpen unterscheidet sich nicht wesentlich von den Alpenregionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es leben wieder etwa 500 Steinböcke in den Bergen Sloweniens. Dies sind zwar deutlich mehr als früher, aber im internationalen Vergleich immer noch wenig (z.B. Schweiz knapp 20.000, Italien 14.000). Man muss aber bedenken, dass Slowenien ein kleines Land ist, welches nur zu einem Teil von hohen Bergen bedeckt ist. Auch andere größere Wildtiere wie Hirsche (Rothirsche und Dammhirsche), Wildschweine und Rehe sind in Slowenien heimisch. Die großen Wälder des Landes bieten einen guten Lebensraum für diese Tierarten.

Die Fauna des Landes ist ebenso reich an Vogel-Arten. Hervorzuheben sind die Weißstörche, die hier im Südosten von Mitteleuropa noch häufig sind.

Besonders viele Störche findet man im Nord-Osten des Landes, etwa an der Grenze zu Ungarn. In manchen Regionen hat jedes Dorf ein Storchennest. In den beiden Nachbarorten Mala Polana und Velika Polana unweit der ungarischen Grenze soll es die meisten Störche in Slowenien geben, etwa 25 Erwachsene Weißstörche leben nur hier. Der Storch ist auch in Slowenien ein beliebtes Tier und wird aufwendig geschützt.

Fasane und Rebhühner sieht man in Slowenien oft, sie werden auch gejagt. Häufig nehmen ausländische Gast-Jäger gegen Bezahlung an diesen Jagden teil.

Seltene Vögel, die in Slowenien, leben sind zum Beispiele der Steinadler, der Gänsegeier, die Wachtel, der Wachtelkönig und die Kornweihe. Insgesamt brüten in Slowenien etwa 200 Vogelarten, hinzu kommen durchziehende Zugvögel.

Es gibt in Slowenien etwa acht bis zehn verschiedene Schlangen, davon mindestens vier giftige Schlangenarten. Zum einen sind in Teilen des Landes die auch bei uns verbreitete Kreuzottern heimisch. Ebenfalls findet man in kleinen Gebieten in Slowenien die giftige Aspisviper. Sie kommt übrigens auch im Schwarzwald vor. Das stärkste Gift unter den Schlangen in Slowenien hat die Europäische Hornotter, die von Südösterreich bis Griechenland in Europa vorkommt. Weniger gefährlich für Menschen ist die Katzennatter und die ungiftigen Schlangenarten wie die Leopardnatter, die Vier-Streifennatter oder die Ringelnatter. Menschen werden in Slowenien selten von Schlangen gebissen. Man sollte nach einem Schlangenbiss jedoch immer schnell einen Arzt aufsuchen. Mehr Infos zu den Schlangen in Slowenien hier.

Auch schnell zu einem Arzt sollte man bei einem Stich von einem Skorpion oder einer Tarantel. Auch diese Gifttiere kommen in Slowenien vor. Die Tarantel ist eine größere Giftspinne, die auf die Jagd geht und keine Netze spinnt. Ihr Biss kann für Menschen schmerzhaft sein, manchmal sogar gefährlich. Diese Tiere sind aber in einigen Regionen weiter südlich auf dem Balkan oder Italien häufiger als in Slowenien. Skorpione in Slowenien sind meist klein (5 cm bis 8 cm). Es gibt verschiedene Arten, deren Gift meist nicht für Menschen lebensgefährlich ist. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht. Skorpion-Stiche sind in Slowenien eher selten.

Typische Süßwasser-Fische in Slowenien sind die auch in Deutschland verbreiteten Forellen, Hechte, Welse, Äschen, Nasen, Zander und Karpfen. Im Meer an der Adria gibt es Fischer, die die üblichen Mittelmeer-Fische fangen. Diese werden dann in den Restaurants an der kurzen Küste Sloweniens den Touristen serviert. Allerdings importiert das Land auch sehr viel Fisch. Nicht jeder Fisch in einer Taverne in Slowenien stammt tatsächlich von einem einheimischen Fischer.

Hinweis:  Eine weitere Seite im Rahmen dieses Reiseführers befasst sich mit den Pflanzen in Slowenien.

Landkarte Slowenien

 



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